Apr 2006
30/Apr/23:54/2006/
In Hornhausen am Frühstückstisch können wir dann
gemeinsam mit meinen Eltern über unser Vorhaben
reden. Bedenken werden geäußert, Vorstellungen
diskutiert und der tiefe Wunsch ausgesprochen, dass
es uns gut gehen soll, dass ich zuerst gesund werden
muss. Auch mit meiner Schwester und R. führen wir
dieses Gespräch am Mittag und am Abend in Leipzig mit
unseren Freunden. All diese Unterhaltungen bewirken
bei mir eine Verfestigung der Ansicht, dass es
richtig sein wird, wenn wir gehen. Wir werden uns in
Düren einen neuen Lebensabschnitt erarbeiten.
Hoffentlich sieht dies mein Körper auch so und die
Zeit, um alles zu organisieren, wird nicht zu
stressig, denn was sind schon 10 Wochen in der
Krebstherapie.
|
29/Apr/16:48/2006/
Das Sankt Georg lädt ein: Patientinnentag
Brustkrebs im Zeitgeschichtlichen Forum
Leipzig,
Grimmaische Straße 6, 04109 Leipzig,
29.
April 2006
Unser Patientinnentag soll helfen, über gegenwärtige und neue Therapiemöglichkeiten aufzuklären, betroffenen Frauen Mut zu machen, um ein Stück Lebensfreude zurückzugewinnen. Neben Informationen zu den genetischen Grundlagen der Behandlung, dem Stand des Früherkennungsprogrammes in Sachsen und der „Sächsischen Brustkrebsinitiative“ soll viel Raum für Diskussion, Fragen Betroffener und darüber hinaus Interessierter bleiben. Wir möchten die Veranstaltung als ein Forum nutzen, damit sich Selbsthilfegruppen und Rehabilitationseinrichtungen vorstellen können.
I. und ich wollen auch einige Informationen aufnehmen, uns beraten lassen - dabei sein. Nach dem ersten Teil hielten wir es für angebracht, Broschüren, Prospekte sowie Anschauungsmaterial zu sichten und uns dann mit einem Cappuccino bei Mövenpick ausführlich zu unterhalten. Es war richtig nett.
Am Nachmittag sind wir nach Oschersleben zum Geburtstag meiner Tante I. gefahren, haben dort auch meine Eltern getroffen und einen angenehmen Abend verbracht. Es wurde viel geplaudert. Meine Cousins nebst Frauen habe ich seit Jahren nicht mehr gesehen und so war die Freude über das Wiedersehen auf beiden Seiten groß. Gesprächsthemen, die die Vergangenheit beleuchteten, wurden genauso begeistert aufgenommen wie auch zukünftige Aspekte. Dementsprechend wurden unsere ersten Informationen über die Bewerbungen sowie den anstehenden Umzug interessiert verfolgt.
Meinen Eltern fällt es schwer zu verstehen, dass es gerade in diesem Sommer sein muss. Sie machen sich große Sorgen. Ich kann sie gut verstehen, denn auch ich bin noch nicht ganz davon überzeugt, dass ich diese Herausforderung zur Zufriedenheit meistern werde.
Unser Patientinnentag soll helfen, über gegenwärtige und neue Therapiemöglichkeiten aufzuklären, betroffenen Frauen Mut zu machen, um ein Stück Lebensfreude zurückzugewinnen. Neben Informationen zu den genetischen Grundlagen der Behandlung, dem Stand des Früherkennungsprogrammes in Sachsen und der „Sächsischen Brustkrebsinitiative“ soll viel Raum für Diskussion, Fragen Betroffener und darüber hinaus Interessierter bleiben. Wir möchten die Veranstaltung als ein Forum nutzen, damit sich Selbsthilfegruppen und Rehabilitationseinrichtungen vorstellen können.
I. und ich wollen auch einige Informationen aufnehmen, uns beraten lassen - dabei sein. Nach dem ersten Teil hielten wir es für angebracht, Broschüren, Prospekte sowie Anschauungsmaterial zu sichten und uns dann mit einem Cappuccino bei Mövenpick ausführlich zu unterhalten. Es war richtig nett.
Am Nachmittag sind wir nach Oschersleben zum Geburtstag meiner Tante I. gefahren, haben dort auch meine Eltern getroffen und einen angenehmen Abend verbracht. Es wurde viel geplaudert. Meine Cousins nebst Frauen habe ich seit Jahren nicht mehr gesehen und so war die Freude über das Wiedersehen auf beiden Seiten groß. Gesprächsthemen, die die Vergangenheit beleuchteten, wurden genauso begeistert aufgenommen wie auch zukünftige Aspekte. Dementsprechend wurden unsere ersten Informationen über die Bewerbungen sowie den anstehenden Umzug interessiert verfolgt.
Meinen Eltern fällt es schwer zu verstehen, dass es gerade in diesem Sommer sein muss. Sie machen sich große Sorgen. Ich kann sie gut verstehen, denn auch ich bin noch nicht ganz davon überzeugt, dass ich diese Herausforderung zur Zufriedenheit meistern werde.
24/Apr/18:18/2006/
Lebensentscheidung! Besser -
Lebensabschnittsentscheidung!
Wir haben uns schon im letzten Jahr um eine Stelle in NRW bemüht. Da lagen jedoch nicht alle Unterlagen rechtzeitig vor. Jetzt haben wir auf unsere erneuten Bewerbungen viele Antworten erhalten, die mit der Einladung zum Vorstellungsgespräch verbunden waren. Nicht so einfach waren die Organisation und Koordination der Gespräche in den verschiedenen Städten zu ähnlichen Zeiten. Eine Auswahl musste getroffen werden. Wir einigten uns auf sechs Termine. Es klingt so sachlich, so normal, so einfach, doch dies war es für mich ganz und gar nicht. Hatte ich für mich schon eine eindeutige Entscheidung getroffen? Wollte ich wirklich eine Veränderung? Durfte ich jetzt alles aufgeben? Ist der Zeitpunkt nicht sehr ungünstig? Fragen über Fragen, die ich nicht beantworten konnte. Meinen körperlichen Zustand kann ich noch nicht richtig einschätzen. Ich bin sehr langsam, reagiere unflexibel, mir wird schlecht, ich bin vergesslich ... ich hatte unheimlich Angst. Wo war mein Selbstbewusstsein geblieben? Es hatte sich wie so oft unter all den Vorwänden verkrochen. Ich begab mich in eine Situation, die ich aus meinem Leben verbannen wollte. Vorstellungsgespräche - Prüfungssituationen - ich werde eingeschätzt und bewertet - nein, dies wollte ich nicht wirklich! Andreas gingen die Argumente aus und er wollte auch nicht mit mir mehr darüber reden. Aus der Streitsituation ergab sich ein: "Jetzt erst recht!"
Gut, dass es das Internet gibt: Schulprofile lesen, Verkehrsverbindungen erstellen, Sachinformationen erarbeiten. Ich hatte viel zu tun und keine Zeit, über mein Empfinden nachzudenken, keine Zeit, über Brustkrebs zu recherchieren, keine Zeit, das Tagebuch zu schreiben, keine Zeit, keine Zeit, keine Zeit. In NRW waren wir dann wieder ein Team - zum Glück, ohne Andreas hätte ich es nicht geschafft. Dafür habe ich im Vorfeld auch noch gekämpft. Ich kam mir wie im Film vor und spielte dort eine zwiespältige Rolle. Es war sehr anstrengend, lebensintensiv und bereichernd. Wir sind aufgeschlossenen, netten zugleich freundlichen Menschen begegnet, haben interessante Gespräche geführt und einen groben Überblick über das Bundesland erhalten. Das Angebot in Düren war unschlagbar. Unheimlich schwer fiel mir die Entscheidung, eine lange Nacht habe ich überlegt, gegrübelt und abgewogen.
Ich habe eine Lebensabschnittsentscheidung getroffen! Wir werden das Einstellungsangebot der beiden Gymnasien in Düren annehmen!
Jetzt geht es mir besser. Wir sind stolz auf uns, dass wir es wirklich geschafft haben.
Wir haben uns schon im letzten Jahr um eine Stelle in NRW bemüht. Da lagen jedoch nicht alle Unterlagen rechtzeitig vor. Jetzt haben wir auf unsere erneuten Bewerbungen viele Antworten erhalten, die mit der Einladung zum Vorstellungsgespräch verbunden waren. Nicht so einfach waren die Organisation und Koordination der Gespräche in den verschiedenen Städten zu ähnlichen Zeiten. Eine Auswahl musste getroffen werden. Wir einigten uns auf sechs Termine. Es klingt so sachlich, so normal, so einfach, doch dies war es für mich ganz und gar nicht. Hatte ich für mich schon eine eindeutige Entscheidung getroffen? Wollte ich wirklich eine Veränderung? Durfte ich jetzt alles aufgeben? Ist der Zeitpunkt nicht sehr ungünstig? Fragen über Fragen, die ich nicht beantworten konnte. Meinen körperlichen Zustand kann ich noch nicht richtig einschätzen. Ich bin sehr langsam, reagiere unflexibel, mir wird schlecht, ich bin vergesslich ... ich hatte unheimlich Angst. Wo war mein Selbstbewusstsein geblieben? Es hatte sich wie so oft unter all den Vorwänden verkrochen. Ich begab mich in eine Situation, die ich aus meinem Leben verbannen wollte. Vorstellungsgespräche - Prüfungssituationen - ich werde eingeschätzt und bewertet - nein, dies wollte ich nicht wirklich! Andreas gingen die Argumente aus und er wollte auch nicht mit mir mehr darüber reden. Aus der Streitsituation ergab sich ein: "Jetzt erst recht!"
Gut, dass es das Internet gibt: Schulprofile lesen, Verkehrsverbindungen erstellen, Sachinformationen erarbeiten. Ich hatte viel zu tun und keine Zeit, über mein Empfinden nachzudenken, keine Zeit, über Brustkrebs zu recherchieren, keine Zeit, das Tagebuch zu schreiben, keine Zeit, keine Zeit, keine Zeit. In NRW waren wir dann wieder ein Team - zum Glück, ohne Andreas hätte ich es nicht geschafft. Dafür habe ich im Vorfeld auch noch gekämpft. Ich kam mir wie im Film vor und spielte dort eine zwiespältige Rolle. Es war sehr anstrengend, lebensintensiv und bereichernd. Wir sind aufgeschlossenen, netten zugleich freundlichen Menschen begegnet, haben interessante Gespräche geführt und einen groben Überblick über das Bundesland erhalten. Das Angebot in Düren war unschlagbar. Unheimlich schwer fiel mir die Entscheidung, eine lange Nacht habe ich überlegt, gegrübelt und abgewogen.
Ich habe eine Lebensabschnittsentscheidung getroffen! Wir werden das Einstellungsangebot der beiden Gymnasien in Düren annehmen!
Jetzt geht es mir besser. Wir sind stolz auf uns, dass wir es wirklich geschafft haben.
19/Apr/07:22/2006/
"Diskussion ist ein Austausch von Wissen. Ein
Streit ein Austausch von Ignoranz.“
–
Robert Quillen
In der Wikipedia steht:
Streit ist eine (nicht notwendigerweise feindselige oder manifeste) Uneinigkeit zwischen mehreren Akteuren oder Parteien.
Der Beziehungsstreit tritt in vielen, wenn nicht in allen Beziehungen auf, und ist daher eine sehr häufig verbreitete Form des Streites, deren Ursachen eine tieferliegende Bedeutung hat, die mit Liebe und Hass in Berührung gesehen wird. Die genauen Ursachen des Streits zwischen Partnern ist in seiner psychologischen Deutung nicht eindeutig geklärt und Gegenstand von Theorien.
Ein Beziehungsstreit beginnt in nahezu den meisten Fällen mit einem Vorwurf oder einer Behauptung, die der Partner als falsch oder unangebracht empfindet und ihr daher widerspricht, oder nur mit einer Bemerkung in der falschen Tonlage.
Die dauerhafte Vermeidung des Beziehungsstreits verlangt von den Partnern die gegenseitige Anerkennung in allen ihren Schwächen und Fehlern, sowie die Toleranz gegenüber wiederkehrenden Unerträglichkeiten und die Anerkennung der Partnerschaft als eine Verbindung, die diese Toleranz rechtfertigt.
Ist doch alles ganz einfach, warum streiten wir überhaupt?
Jeder spricht in Ruhe über seine Gedanken und Empfindungen, der andere hört zu und äußert dann ebenfalls seine Meinung. Man sucht gemeinsam nach Lösungen, dabei überlegt man, was der Partner mit dieser Bemerkung gemeint hat, wenn sie nicht ganz verständlich formuliert wurde. Fragt nochmals nach und gibt eigene Denkanstöße, da man von den Ausführungen nicht überzeugt worden ist. Gemeinsam sucht man nach einem Kompromiss, einen für beide begehbaren Weg, weil die Partner Achtung voreinander haben und sich gut kennen. Sie vertrauen einander und wissen, dass jeder auch für den anderen nur das BESTE will.
So könnte ich noch einige Zeilen schreiben. Theoretisch ist mir alles klar. Man sollte eben diskutieren. Wir ignorieren den anderen, nicht aus Boshaftigkeit, nein, eher aus .... Ich weiß es auch nicht so richtig. Vielleicht, weil man dem anderen nicht so richtig zuhört, die eigene Person im Mittelpunkt sieht, in Stresssituationen von der bedingungslosen Liebe nicht überzeugt ist.
Ich habe bewusst "man" geschrieben, denn nicht nur ich streite. "Man" ist so schön anonym, die Enthüllung, dass ich mich dabei entdecke, ist erschreckend. Doch zum Streiten gehören immer zwei Personen. Andreas ist also auch mit involviert. Für mich ist es fast immer unfassbar, wie es zur Auseinandersetzung kommt. Ursache und Anlass kann ich nur sehr selten erkennen. Auf einmal ist ER, der STREIT, da. Und unsere Streitkultur (furchtbares Wort) ist schauderhaft, nach all den Jahren entmutigend. Immer wieder mit der Frage beschäftigt: Wenn man sich liebt, warum "tut" man sich das an? (Wir lieben uns doch, warum "tun" wir uns das an?) Es läuft alles nach einem bestimmten Muster ab. Immer und immer wieder. Warum können wir nicht miteinander reden? Selbst das Lesen von "Streitbüchern" hat noch nicht geholfen.
Es wird wieder gut werden, kostet immer sehr viel Kraft und ist mit der stetigen Hoffnung verbunden, dass auch Andreas versuchen wird, mich zu verstehen.
In der Wikipedia steht:
Streit ist eine (nicht notwendigerweise feindselige oder manifeste) Uneinigkeit zwischen mehreren Akteuren oder Parteien.
Der Beziehungsstreit tritt in vielen, wenn nicht in allen Beziehungen auf, und ist daher eine sehr häufig verbreitete Form des Streites, deren Ursachen eine tieferliegende Bedeutung hat, die mit Liebe und Hass in Berührung gesehen wird. Die genauen Ursachen des Streits zwischen Partnern ist in seiner psychologischen Deutung nicht eindeutig geklärt und Gegenstand von Theorien.
Ein Beziehungsstreit beginnt in nahezu den meisten Fällen mit einem Vorwurf oder einer Behauptung, die der Partner als falsch oder unangebracht empfindet und ihr daher widerspricht, oder nur mit einer Bemerkung in der falschen Tonlage.
Die dauerhafte Vermeidung des Beziehungsstreits verlangt von den Partnern die gegenseitige Anerkennung in allen ihren Schwächen und Fehlern, sowie die Toleranz gegenüber wiederkehrenden Unerträglichkeiten und die Anerkennung der Partnerschaft als eine Verbindung, die diese Toleranz rechtfertigt.
Ist doch alles ganz einfach, warum streiten wir überhaupt?
Jeder spricht in Ruhe über seine Gedanken und Empfindungen, der andere hört zu und äußert dann ebenfalls seine Meinung. Man sucht gemeinsam nach Lösungen, dabei überlegt man, was der Partner mit dieser Bemerkung gemeint hat, wenn sie nicht ganz verständlich formuliert wurde. Fragt nochmals nach und gibt eigene Denkanstöße, da man von den Ausführungen nicht überzeugt worden ist. Gemeinsam sucht man nach einem Kompromiss, einen für beide begehbaren Weg, weil die Partner Achtung voreinander haben und sich gut kennen. Sie vertrauen einander und wissen, dass jeder auch für den anderen nur das BESTE will.
So könnte ich noch einige Zeilen schreiben. Theoretisch ist mir alles klar. Man sollte eben diskutieren. Wir ignorieren den anderen, nicht aus Boshaftigkeit, nein, eher aus .... Ich weiß es auch nicht so richtig. Vielleicht, weil man dem anderen nicht so richtig zuhört, die eigene Person im Mittelpunkt sieht, in Stresssituationen von der bedingungslosen Liebe nicht überzeugt ist.
Ich habe bewusst "man" geschrieben, denn nicht nur ich streite. "Man" ist so schön anonym, die Enthüllung, dass ich mich dabei entdecke, ist erschreckend. Doch zum Streiten gehören immer zwei Personen. Andreas ist also auch mit involviert. Für mich ist es fast immer unfassbar, wie es zur Auseinandersetzung kommt. Ursache und Anlass kann ich nur sehr selten erkennen. Auf einmal ist ER, der STREIT, da. Und unsere Streitkultur (furchtbares Wort) ist schauderhaft, nach all den Jahren entmutigend. Immer wieder mit der Frage beschäftigt: Wenn man sich liebt, warum "tut" man sich das an? (Wir lieben uns doch, warum "tun" wir uns das an?) Es läuft alles nach einem bestimmten Muster ab. Immer und immer wieder. Warum können wir nicht miteinander reden? Selbst das Lesen von "Streitbüchern" hat noch nicht geholfen.
Es wird wieder gut werden, kostet immer sehr viel Kraft und ist mit der stetigen Hoffnung verbunden, dass auch Andreas versuchen wird, mich zu verstehen.
14/Apr/12:01/2006/
Die Osterzeit

Mal feiern wir Ostern im März, mal im April. Warum eigentlich? Die Kirche hat im 4. Jahrhundert festgelegt, dass Ostern auf einen bestimmten Sonntag fällt, nämlich den ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach dem Frühlingsanfang. Der 22. März ist somit der früheste Termin und der 25. April der späteste. Weil Christi Himmelfahrt und Pfingsten vom Termin des Osterfestes abhängen, gehören auch sie zu den beweglichen Feiertagen. Die Osterzeit dauert bis Pfingsten.
Palmsonntag

Palmsonntag ist der Sonntag vor Ostern. Mit ihm beginnt die Karwoche. Das Neue Testament berichtet, dass Jesus an diesem Tag auf einem Esel in Jerusalem einritt. Die Bevölkerung, die in ihm den Messias sah, begrüßte ihn jubelnd und legte Kleidung, Palm- und Ölbaumzweige auf die Straße - als "roten Teppich" für Jesus.
Gründonnerstag

Der Gründonnerstag erinnert an das Abendmahl, das Jesus am Vorabend seines Todes mit seinen zwölf Jüngern gefeiert hat. Auf dieses Abendmahl geht das Heilige Abendmahl zurück, das in der Kirche begangen wird. Dieses Ereignis hat Leornado da Vinci mit seinem berühmten Fresko in einem Mailänder Kloster dargestellt. Am Gründonnerstag wird noch weiterer Ereignisse gedacht: Jesus wusch seinen Jüngern die Füße und zeigte ihnen so, dass er ihnen diente. Später am Abend, im Garten Gethsemane, fiel er seinen Verfolgern in die Hände, weil Judas ihn für 30 Silberlinge und durch einen Kuss, den Judaskuss, verraten hatte.
Karfreitag und Karsamstag

"Kar" wird abgeleitet von einem Wort, das Klage, Elend oder Trauer bedeutet. An diesem Tag wurde Jesus dem römischen Statthalter in Judäa, Pontius Pilatus, gegenübergestellt, zum Tode verurteilt und auf dem Hügel Golgatha ans Kreuz genagelt. Die 15. Stunde gilt als seine Todesstunde, daher werden karfreitags um 15.00 Uhr Gottesdienste abgehalten. Der Karsamstag, auch Ostersamstag genannt, ist der Tag der Grabesruhe. Es findet kein Gottesdienst statt und die Altäre in den Kirchen sind frei von Kerzen und Blumen.
Ich habe Tamoxifen zum ersten Mal eingenommen!
Ostersonntag und Ostermontag

Am Ostersonntag feiern Christen die Auferstehung Jesu. Am Morgen hatte sich sein Grab durch ein Erdbeben geöffnet - und war leer. Der Bibel zufolge verkündete ein Engel, Jesus sei auferstanden. Ostern ist das höchste Fest der Christen und das zentrale Ereignis ihrer Religion. Denn die Auferstehung Jesu begründet den Glauben an ein Leben nach dem Tod. Am Ostermontag begegneten zwei Jünger ihrem Herrn. Sie hatten bis dahin an seiner Auferstehung gezweifelt, verbreiteten die Nachricht nun aber mit Freude.
Christi Himmelfahrt

40 Tage nach dem Osterfest, also immer an einem Donnerstag, wird Christi Himmelfahrt gefeiert. Die Apostelgeschichte berichtet davon, dass Jesus mit seinen Jüngern zusammen war, als ihn eine Wolke erfasste und in den Himmel trug. In Deutschland wird an diesem Tag zugleich der Vatertag gefeiert. Grundeigentümer mussten früher einmal im Jahr ihren Grundbesitz umschreiten, um so ihren Besitzanspruch aufrecht zu erhalten. Diese Vatertagstour sieht heute etwas anders aus: Mit einem Bollerwagen voller Alkohol ziehen die Männer an diesem Tag durch die Gegend.
Pfingsten
50 Tage nach Ostern findet das Pfingstfest statt. Daher auch der Name: Pfingsten leitet sich von dem griechischen Wort "pentekosté", der Fünfzigste, ab. Pfingsten ist das Fest des Heiligen Geistes, der den Aposteln erschienen sein soll. Dieses Ereignis war der Ausgangspunkt für das missionarische Wirken der Jünger Jesu.
(www1.ndr.de)
Ich wünsche uns ein freundliches Osterfest!

Mal feiern wir Ostern im März, mal im April. Warum eigentlich? Die Kirche hat im 4. Jahrhundert festgelegt, dass Ostern auf einen bestimmten Sonntag fällt, nämlich den ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach dem Frühlingsanfang. Der 22. März ist somit der früheste Termin und der 25. April der späteste. Weil Christi Himmelfahrt und Pfingsten vom Termin des Osterfestes abhängen, gehören auch sie zu den beweglichen Feiertagen. Die Osterzeit dauert bis Pfingsten.
Palmsonntag

Palmsonntag ist der Sonntag vor Ostern. Mit ihm beginnt die Karwoche. Das Neue Testament berichtet, dass Jesus an diesem Tag auf einem Esel in Jerusalem einritt. Die Bevölkerung, die in ihm den Messias sah, begrüßte ihn jubelnd und legte Kleidung, Palm- und Ölbaumzweige auf die Straße - als "roten Teppich" für Jesus.
Gründonnerstag

Der Gründonnerstag erinnert an das Abendmahl, das Jesus am Vorabend seines Todes mit seinen zwölf Jüngern gefeiert hat. Auf dieses Abendmahl geht das Heilige Abendmahl zurück, das in der Kirche begangen wird. Dieses Ereignis hat Leornado da Vinci mit seinem berühmten Fresko in einem Mailänder Kloster dargestellt. Am Gründonnerstag wird noch weiterer Ereignisse gedacht: Jesus wusch seinen Jüngern die Füße und zeigte ihnen so, dass er ihnen diente. Später am Abend, im Garten Gethsemane, fiel er seinen Verfolgern in die Hände, weil Judas ihn für 30 Silberlinge und durch einen Kuss, den Judaskuss, verraten hatte.
Karfreitag und Karsamstag

"Kar" wird abgeleitet von einem Wort, das Klage, Elend oder Trauer bedeutet. An diesem Tag wurde Jesus dem römischen Statthalter in Judäa, Pontius Pilatus, gegenübergestellt, zum Tode verurteilt und auf dem Hügel Golgatha ans Kreuz genagelt. Die 15. Stunde gilt als seine Todesstunde, daher werden karfreitags um 15.00 Uhr Gottesdienste abgehalten. Der Karsamstag, auch Ostersamstag genannt, ist der Tag der Grabesruhe. Es findet kein Gottesdienst statt und die Altäre in den Kirchen sind frei von Kerzen und Blumen.
Ich habe Tamoxifen zum ersten Mal eingenommen!
Ostersonntag und Ostermontag

Am Ostersonntag feiern Christen die Auferstehung Jesu. Am Morgen hatte sich sein Grab durch ein Erdbeben geöffnet - und war leer. Der Bibel zufolge verkündete ein Engel, Jesus sei auferstanden. Ostern ist das höchste Fest der Christen und das zentrale Ereignis ihrer Religion. Denn die Auferstehung Jesu begründet den Glauben an ein Leben nach dem Tod. Am Ostermontag begegneten zwei Jünger ihrem Herrn. Sie hatten bis dahin an seiner Auferstehung gezweifelt, verbreiteten die Nachricht nun aber mit Freude.
Christi Himmelfahrt

40 Tage nach dem Osterfest, also immer an einem Donnerstag, wird Christi Himmelfahrt gefeiert. Die Apostelgeschichte berichtet davon, dass Jesus mit seinen Jüngern zusammen war, als ihn eine Wolke erfasste und in den Himmel trug. In Deutschland wird an diesem Tag zugleich der Vatertag gefeiert. Grundeigentümer mussten früher einmal im Jahr ihren Grundbesitz umschreiten, um so ihren Besitzanspruch aufrecht zu erhalten. Diese Vatertagstour sieht heute etwas anders aus: Mit einem Bollerwagen voller Alkohol ziehen die Männer an diesem Tag durch die Gegend.
Pfingsten
50 Tage nach Ostern findet das Pfingstfest statt. Daher auch der Name: Pfingsten leitet sich von dem griechischen Wort "pentekosté", der Fünfzigste, ab. Pfingsten ist das Fest des Heiligen Geistes, der den Aposteln erschienen sein soll. Dieses Ereignis war der Ausgangspunkt für das missionarische Wirken der Jünger Jesu.
(www1.ndr.de)
Ich wünsche uns ein freundliches Osterfest!
13/Apr/20:50/2006/
Eine Weiberzusammenkunft kann doch immer sehr
erbaulich sein. E. hat H. und mich zum Tee trinken
und zum Quatschen eingeladen. Alles war ganz
liebevoll vorbereitet. Wir hatten lustige Stunden und
ich staune immer wieder, wie viele Informationen in
kürzester Zeit ausgetauscht werden können. Wie kleine
Kinder haben wir uns über die "Vorostergaben"
gefreuten. Als A., E. Tochter, uns je mit einer Blume
beschenkte, war der Nachmittag unübertrefflich. Diese
Zeit sollten wir uns viel öfter gönnen.
12/Apr/18:52/2006/
Mittwoch, 12.04.2006: Gymnastik, Tagebuchschreiben,
Gespräch in der Strahlenklinik, Schwindel, Regen
Dienstag, 11.04.2006: Yoga, Vorbereitung Vorstellungsgespräche, Labor, Kopfschmerzen, Wind
Montag, 10.04.2006: Joggen, Stadtbummel, Arztgespräch, Müdigkeit, Kälte
Sonntag, 09.04.2006: Radtour, Freunde treffen, Internetrecherche, gute Laune, Sonnenschein
Jeder Tag ist ausgefüllt, es gibt immer ein oder zwei wichtige Aktivitäten (Unterhaltungen mit Ärzten, Telefonate, letzte Laborbefunde >Hb 6,9 / Leuko 3,4 / Trombo 352< ). Auch kleine oder große Freuden (lustige Mails, Anrufe, Tagebucheintragungen, Ü-Ei vom Postmann, Gespräche mit Freundinnen). Wenn ich intensiv darüber nachdenke, überwiegen die Glücksgefühle und es könnte alles sehr behaglich sein. Die schlimmste Etappe, die Chemotherapie, habe ich überstanden - es geht mir doch mit jedem Tag ein wenig besser - muss. ABER, es ist nicht ganz so. Auch wenn ich die Chemotherapie ganz schnell vergessen möchte, mein Körper kann es noch nicht. Immer wieder werde ich daran erinnert, dass ich noch krank bin. Nach den Fahrradtouren war ich ausgelaugt, meine Joggingrunde schaffe ich noch nicht, ich bin müde und erschöpft vom Nichtstun, vergesslich, konzentrationsschwach, unheimlich langsam, entscheidungsarm. Außerdem habe ich ständig Kopfschmerzen, meine Brust tut weh, der rechte Arm ist schwer und eine stink Wut auf das besch... Wetter!
Dienstag, 11.04.2006: Yoga, Vorbereitung Vorstellungsgespräche, Labor, Kopfschmerzen, Wind
Montag, 10.04.2006: Joggen, Stadtbummel, Arztgespräch, Müdigkeit, Kälte
Sonntag, 09.04.2006: Radtour, Freunde treffen, Internetrecherche, gute Laune, Sonnenschein
Jeder Tag ist ausgefüllt, es gibt immer ein oder zwei wichtige Aktivitäten (Unterhaltungen mit Ärzten, Telefonate, letzte Laborbefunde >Hb 6,9 / Leuko 3,4 / Trombo 352< ). Auch kleine oder große Freuden (lustige Mails, Anrufe, Tagebucheintragungen, Ü-Ei vom Postmann, Gespräche mit Freundinnen). Wenn ich intensiv darüber nachdenke, überwiegen die Glücksgefühle und es könnte alles sehr behaglich sein. Die schlimmste Etappe, die Chemotherapie, habe ich überstanden - es geht mir doch mit jedem Tag ein wenig besser - muss. ABER, es ist nicht ganz so. Auch wenn ich die Chemotherapie ganz schnell vergessen möchte, mein Körper kann es noch nicht. Immer wieder werde ich daran erinnert, dass ich noch krank bin. Nach den Fahrradtouren war ich ausgelaugt, meine Joggingrunde schaffe ich noch nicht, ich bin müde und erschöpft vom Nichtstun, vergesslich, konzentrationsschwach, unheimlich langsam, entscheidungsarm. Außerdem habe ich ständig Kopfschmerzen, meine Brust tut weh, der rechte Arm ist schwer und eine stink Wut auf das besch... Wetter!
08/Apr/18:23/2006/
Ein sonnig-warmer Frühlingstag. Ich öffne die
Fenster, auch die Balkontür (müssten geputzt werden),
lasse frische Luft in die Wohnung und weiß, dass wir
diesen Samstag viel draußen sein werden. Die Knospen
des Kastanienbaumes, der vor dem Balkon steht, werden
zusehends kräftiger. Ich vermag leider nicht zu
sagen, ob die Blüte oder das Blatt zuerst
heraussprießen wird. Die Vögel zwitschern munter,
selbst "unsere" beiden Eichhörnchen spielen auf den
Bäumen Hasche. Dass wir vielleicht im Sommer diese
Wohnung aufgeben werden, bedaure ich jetzt schon.
Zuerst ein wenig Computerarbeit. Ich suche Informationen zur Strahlentherapie, denn in der nächsten Woche möchte ich mich in der Uniklinik vorstellen.
Der Einkauf wird auch noch am Mittag erledigt. Andreas kommt mit und ist für die schweren Sachen (H2O, Milch, Wein, Saft, ...) zuständig.
Nach dem Mittagessen geht es raus. Für mich nach langer Zeit eine erste Runde mit dem Fahrrad (müsste auch geputzt werden). K. und T. sind bestimmt im Garten und freuen sich, wenn wir vorbeischauen. Außerdem ist die erste Tour dann nicht so weit. Ich genieße alles, die Sonne, den frischen Wind, die Bewegung, den Bärlauchduft, die Geräusche - eine Minifahrradtour für meine Sinne. Es macht Spaß!
Am Abend gehen wir zum Konzert in den Anker und vielleicht treffen wir danach noch K. Mir bekommt die aktive Zeit gut, denn ich habe im Moment keine Verpflichtungen.
Freude am Leben ist eine sinnige Freude!
Zuerst ein wenig Computerarbeit. Ich suche Informationen zur Strahlentherapie, denn in der nächsten Woche möchte ich mich in der Uniklinik vorstellen.
Der Einkauf wird auch noch am Mittag erledigt. Andreas kommt mit und ist für die schweren Sachen (H2O, Milch, Wein, Saft, ...) zuständig.
Nach dem Mittagessen geht es raus. Für mich nach langer Zeit eine erste Runde mit dem Fahrrad (müsste auch geputzt werden). K. und T. sind bestimmt im Garten und freuen sich, wenn wir vorbeischauen. Außerdem ist die erste Tour dann nicht so weit. Ich genieße alles, die Sonne, den frischen Wind, die Bewegung, den Bärlauchduft, die Geräusche - eine Minifahrradtour für meine Sinne. Es macht Spaß!
Am Abend gehen wir zum Konzert in den Anker und vielleicht treffen wir danach noch K. Mir bekommt die aktive Zeit gut, denn ich habe im Moment keine Verpflichtungen.
Freude am Leben ist eine sinnige Freude!
07/Apr/23:26/2006/
Wir können um 7.00 Uhr im Bett gut miteinander reden.
Ich versuche, die Ansichten von Andreas zu verstehen.
Es sind Filme, Reportagen und Diskussionen, alles hat
doch nur bedingt etwas mit mir zu tun. Ja, es geht um
KREBS - ich muss alles sehen und ich muss leiden -
dies muss ich mir in dieser Woche antun!
Nach dem Frühstück fahren wir zu einer Kollegin, Andreas wird am Computer etwas richten und wir können uns unterhalten. Danach lassen wir meine Werte im Labor untersuchen (Hb 7,1 / Leuko 4,2 / Thrombo 278) - eine deutliche Verbesserung. Ich staune nicht schlecht, was eine Spritze und zwei Eisentabletten bewirken können. Frau Dr. R. schreibt alles ein und ist auch zufrieden. Dann werde ich mich am nächste Dienstag zur vorläufig letzten Blutuntersuchung im Krankenhaus einfinden. Ein neuer Abschnitt beginnt in der folgenden Woche.
Andreas möchte zum Frisör, ich begleite ihn. Es ist sehr spannend, in die Gesichter der Frisörinnen zu schauen, wenn man mit Kopftuch dabei steht. Ich bin nur Zuschauerin, auch wenn die Haare wieder sprießen, wird es noch eine Weile dauern, bis ich zum Haare schneiden einen Frisörsalon betreten werde. Anschließend fahren wir noch in die Stadt, bummeln durch die Geschäfte, bestaunen Neues, beobachten Menschen und sind erst gegen 17.00 Uhr zu Hause. Auch so kann die Zeit vergehen.
Wir haben einige Zusagen für die Vorstellungsgespräche in NRW. Sehr erfreulich, nur die Termine lassen sich schlecht für uns zwei koordinieren. Es ist das Abendgesprächsthema bei einer Flasche Wein. Zum Glück kommt heute kein Krebsfilm.
Nach dem Frühstück fahren wir zu einer Kollegin, Andreas wird am Computer etwas richten und wir können uns unterhalten. Danach lassen wir meine Werte im Labor untersuchen (Hb 7,1 / Leuko 4,2 / Thrombo 278) - eine deutliche Verbesserung. Ich staune nicht schlecht, was eine Spritze und zwei Eisentabletten bewirken können. Frau Dr. R. schreibt alles ein und ist auch zufrieden. Dann werde ich mich am nächste Dienstag zur vorläufig letzten Blutuntersuchung im Krankenhaus einfinden. Ein neuer Abschnitt beginnt in der folgenden Woche.
Andreas möchte zum Frisör, ich begleite ihn. Es ist sehr spannend, in die Gesichter der Frisörinnen zu schauen, wenn man mit Kopftuch dabei steht. Ich bin nur Zuschauerin, auch wenn die Haare wieder sprießen, wird es noch eine Weile dauern, bis ich zum Haare schneiden einen Frisörsalon betreten werde. Anschließend fahren wir noch in die Stadt, bummeln durch die Geschäfte, bestaunen Neues, beobachten Menschen und sind erst gegen 17.00 Uhr zu Hause. Auch so kann die Zeit vergehen.
Wir haben einige Zusagen für die Vorstellungsgespräche in NRW. Sehr erfreulich, nur die Termine lassen sich schlecht für uns zwei koordinieren. Es ist das Abendgesprächsthema bei einer Flasche Wein. Zum Glück kommt heute kein Krebsfilm.
06/Apr/23:10/2006/
Diese erste Aprilwoche forderte mich ganz schön. Ich
hatte mir viel vorgenommen, denn die neu gewonnene
Freiheit wollte ich gut nutzen.
Am Montag fuhr ich zu meiner Arbeitskollegin R.. Ein angenehmes Gefühl, selbst entscheiden zu können, wen man wann besucht. Es gab viel zu erzählen, natürlich über die Schule, und nach zwei Stunden verabschiedeten wir uns mit dem festen Vorhaben, dass wir uns bald wieder sehen werden. Am Nachmittag unternahm ich einen langen Spaziergang und abends schaute ich mir von der ARD-Themenwoche: Krebs etwas an. Die Gesundheitsministerin U. Schmidt kann ich nicht ertragen, weder die Aussprache noch ihre Äußerungen - furchterregend!
Ich schlafe nachts wenig. Erst ist mir immer sehr kalt. Da helfen nur Bettsöckchen, Schlafmütze und Doppeldecke oder Andreas. Nach einigen Stunden strampele ich alles weg und ziehe es wieder aus - Schweißperlen auf der Glatze sind unangenehm. Gegen morgen beginnt das Spiel in umgedrehter Reihenfolge.
Dienstagmorgen komme ich nicht so munter aus dem Bett, stehe dennoch mit Andreas auf, trinke Tee und esse Obst. Ich habe Kopfschmerzen, meine Nase ist entzündet - mir ist nicht gut. Vielleicht hilft frische Luft und Bewegung. Laufen kann ich nicht, ich versuche es mit einem Spaziergang durch den Wald, über den Damm - gehen, gehen, gehen .... Es wird etwas besser, die Kopfschmerzen bleiben. Die Natur ist am frühen Morgen besonders reizend, das Licht fast zu grell. Gegen 11.00 Uhr fahre ich ins Labor. Die Blutwerte sind miserabel (Hb 6,6 / Leuko 1,8 / Thrombo 174 / Neutro 0%). Damit lässt mich die fürsorgliche Schwester A. nicht gehen. Die Werte müssten genauer bestimmt werden und eine Blutentnahme aus dem Arm soll Klärung bringen. Dafür brauche ich einen weiteren Laborschein. Also ins Sekretariat zu Frau G. Hier ist immer Zeit für ein kurzes Gespräch und freundlich kommt sie meiner Bitte nach, muss allerdings noch die Unterschrift der Chefärztin einholen. Diese Situation nutze ich, um zwei Fragen an Frau Dr. Langanke zu stellen. Mein Her-2 neu - Rezeptorstatus ist einfach überexpremiert, d.h. "negativ". Damit benötige ich kein Herceptin? Ja, dies ist richtig! Weiterhin werden keine Aromatasehemmer verschrieben, sondern Tamoxifen. Korrekt!
Ich denke, dass ich jetzt beruhigter bin und werde das Tamoxifenrezept später in der Apotheke einlösen. Dies ist wieder ein typisches Beispiel für die Nichtübereinstimmung von Kopf und Bauchgefühl. So bin ich beruhigt worden, fühle mich trotzdem nicht ganz sicher. Doch gibt es überhaupt eine Sicherheit in der Krebsbekämpfung? Weiterhin lasse ich mir eine Kopie des pathologischen Befundes aushändigen. Danach begebe ich mich wieder auf die Station zur Blutabnahme. Jedes Spritzen empfinde ich schmerzvoll, meine Schmerzgrenze ist weit überschritten. Auch dieses Mal bleibt ein blauer Fleck. Jetzt muss auf die Auswertung gewartet werden. Ich setze mich in den Wartebereich und treffe auf Frau A., die ich von der letzten Chemotherapie kenne. Wir unterhalten uns, bis Schwester A. zum Auswertungsgespräch kommt. Die neuen Werte sind noch schlechter (Hb 6,6 / Leuko 1,3 / Thronbo 164 / Neutro 16,5 %). Damit die Blutbildung angeregt wird, gibt es eine Spritze in den Bauch. Weiterhin erklärt mir Schwester A., dass ich achtsam mit mir umgehen soll: keine großen Menschenansammlungen, keine umfangreichen Aktivitäten, Fieber messen. Für morgen wird eine weitere Blutuntersuchung gleich auf der Station angeordnet. Schon ein wenig geschafft sitze ich im Auto und fahre zu Frau Geßner. Meine Gynäkologin wird mir die Verlängerung des Krankenscheines ausstellen und mit ihr kann ich über die Entfernung der Eierstöcke sowie deren Auswirkungen reden. Da ich keinen Termin habe, muss ich eine Weile warten, unterhalte mich derweilen nett mit der Sprechstundenhilfe. Frau G. empfängt mich freundlich und schnell ist der Papierkram erledigt, auch Tamoxifen verschrieben. Der Sachverhalt der Entfernung der Eierstöcke beschäftigt uns länger. Meine Überlegungen, dass drei Sachen ausgeschaltet werden: Östrogenproduktion unterbunden, Verhütung geklärt, Krebsbildung ausgeschlossen, findet Zustimmung. Doch Östrogen hat für den Körper auch positive Eigenschaften, die nach drei Jahren wieder wichtig wären. Ich werde nach einer Operation gleich in die Wechseljahre katapultiert - kann nicht wieder zurück. Meinem Körper entziehe ich 8 bis 10 Jahre. Also nicht 42 Jahre sein, sondern 52 Jahre. Das ist doch eine absurde Vorstellung! Bilder von alten Frauen schießen mir durch den Kopf. Alt jedoch gesund?!?! Ich will jetzt nur nach Hause.
Gemeinsames Mittagessen mit Andreas (16.00 Uhr) und dann muss ich schlafen. Eingekuschelt im Bett kann ich besser Gedanken ordnen.
Um 19.00 Uhr fahre ich zur Selbsthilfegruppe. A., die Bibliothekarin, hat wie immer alles gefällig vorbereitet. Hier offenbart sich viel Engagement und Liebe für die Sache. Wieder finde ich neue Gesichter - wieder neue "Fälle". Nach kurzen Gesprächen gehen wir in den Sportraum zum Qui Gong. Diese Bewegungsart ist für mich ganz neu, wird aber nicht meine zukünftige sportliche Betätigung sein. Vielleicht ist es eine Anregung für die anderen aus der Gruppe, mit sanften Bewegungen ihrem Körper Energie zuzuführen. Zwei weitere Bücher leihe ich mir noch aus. Gegen 22.30 Uhr bin ich wieder Zuhause, eine Kleinigkeit essen und dann schlafe ich schnell ein.
Mittwoch, 05.04., vielleicht sollte ich mich ein wenig kürzer fassen, diese Tagebucheintragung wird sehr umfassend.
Andreas spricht seit Montagabend nicht sehr intensiv mit mir, ich weiß nicht warum. Bin mir auch keiner Schuld bewusst, er wird seine Gründe haben. Trotzdem stehe ich mit auf, frühstücke mit und lege mich anschließend wieder ins Bett. Mir geht es nicht besonders gut, nur einige Seiten möchte ich in den neuem Büchern (Anja Forbriger: Leben ist, wenn man trotzdem lacht; Dr. B. Arnot: Das Anti-Brustkrebs-Buch) anlesen. Meine Kopfschmerzen haben noch nicht nachgelassen und nach einigen Minuten schlafe ich wieder ein. Jetzt nur nicht durchhängen, munter werden. Duschen, nein ich möchte einfach nur im warmen Wasser liegen - also baden. Ich entspanne und die Schmerzen im Kopf werden erträglicher. Was ziehe ich bei dem Wetter an, welches Kopftuch passt dazu? Ich möchte schick aussehen, unbesorgt und zufrieden sein. Wenn ich an das Krankenhaus denke, wird mir allerdings schlecht und in einer Stunde werde ich schon wieder den Geruch ertragen müssen. Andreas meint, ich übertreibe, doch mein Wohlbefinden leidet in dieser Zeit. Heute gehe ich nichts ins Labor, sondern gleich zur Station. Wieder muss ein Überweisungsschein ausgefüllt werden und dann nimmt zum Glück Schwester A. das Blut ab. Freundlich erkundigt sie sich nach meinem Befinden und ich kann die Kopfschmerzen thematisieren. Dagegen kann ich Tabletten nehmen, auch für ein besseres Blutbild sollte ich Eisenpräparate schlucken. Werde ich alles versuchen - Hauptsache es hilft. Nach einer 3/4 Stunde sind die Werte da (Hb 6,2 / Leuko 2,11 / Thrombo 190 / Neutro 15,7%). Wir sind schon zufriedener, doch ein Ärztin sollte mich noch einmal untersuchen. Leider sind alle sehr beschäftigt (OP), so muss ich am Freitag zur nächsten Kontrolle. Gegen 15.00 Uhr liege ich schon wieder im Bett und schlafe 1 1/2 Stunden. Am späten Nachmittag gehe ich zur Apotheke und löse die Rezepte ein. Nach dem Abendbrot schaue ich mir die Krebsfilme im Fernseher an und muss danach wieder schlafen.
Am Donnerstag bleibe ich gleich liegen und stehe morgens nicht mit Andreas auf. Ich lese und freue mich, dass die Sonne durch die Fenster scheint. Ein wenig geht es mir besser, die Kopfschmerzen sind fort, also kann ich es mit Morgengymnastik versuchen. Auch der Haushalt verlangt nach Aktivitäten. Danach kann ich mich an den Computer setzen, lesen, Mails schreiben und Fotos ansehen. Mittagessen vorbereiten, auf Andreas warten, miteinander reden - ich soll doch die Beiträge der ARD-Krebswoche nicht so verbissen wahrnehmen - schlafen, spazieren gehen, Abendbrot essen, telefonieren, Krebsfilm ansehen (sie sterben alle), schlafen. Ich bin traurig!
Am Montag fuhr ich zu meiner Arbeitskollegin R.. Ein angenehmes Gefühl, selbst entscheiden zu können, wen man wann besucht. Es gab viel zu erzählen, natürlich über die Schule, und nach zwei Stunden verabschiedeten wir uns mit dem festen Vorhaben, dass wir uns bald wieder sehen werden. Am Nachmittag unternahm ich einen langen Spaziergang und abends schaute ich mir von der ARD-Themenwoche: Krebs etwas an. Die Gesundheitsministerin U. Schmidt kann ich nicht ertragen, weder die Aussprache noch ihre Äußerungen - furchterregend!
Ich schlafe nachts wenig. Erst ist mir immer sehr kalt. Da helfen nur Bettsöckchen, Schlafmütze und Doppeldecke oder Andreas. Nach einigen Stunden strampele ich alles weg und ziehe es wieder aus - Schweißperlen auf der Glatze sind unangenehm. Gegen morgen beginnt das Spiel in umgedrehter Reihenfolge.
Dienstagmorgen komme ich nicht so munter aus dem Bett, stehe dennoch mit Andreas auf, trinke Tee und esse Obst. Ich habe Kopfschmerzen, meine Nase ist entzündet - mir ist nicht gut. Vielleicht hilft frische Luft und Bewegung. Laufen kann ich nicht, ich versuche es mit einem Spaziergang durch den Wald, über den Damm - gehen, gehen, gehen .... Es wird etwas besser, die Kopfschmerzen bleiben. Die Natur ist am frühen Morgen besonders reizend, das Licht fast zu grell. Gegen 11.00 Uhr fahre ich ins Labor. Die Blutwerte sind miserabel (Hb 6,6 / Leuko 1,8 / Thrombo 174 / Neutro 0%). Damit lässt mich die fürsorgliche Schwester A. nicht gehen. Die Werte müssten genauer bestimmt werden und eine Blutentnahme aus dem Arm soll Klärung bringen. Dafür brauche ich einen weiteren Laborschein. Also ins Sekretariat zu Frau G. Hier ist immer Zeit für ein kurzes Gespräch und freundlich kommt sie meiner Bitte nach, muss allerdings noch die Unterschrift der Chefärztin einholen. Diese Situation nutze ich, um zwei Fragen an Frau Dr. Langanke zu stellen. Mein Her-2 neu - Rezeptorstatus ist einfach überexpremiert, d.h. "negativ". Damit benötige ich kein Herceptin? Ja, dies ist richtig! Weiterhin werden keine Aromatasehemmer verschrieben, sondern Tamoxifen. Korrekt!
Ich denke, dass ich jetzt beruhigter bin und werde das Tamoxifenrezept später in der Apotheke einlösen. Dies ist wieder ein typisches Beispiel für die Nichtübereinstimmung von Kopf und Bauchgefühl. So bin ich beruhigt worden, fühle mich trotzdem nicht ganz sicher. Doch gibt es überhaupt eine Sicherheit in der Krebsbekämpfung? Weiterhin lasse ich mir eine Kopie des pathologischen Befundes aushändigen. Danach begebe ich mich wieder auf die Station zur Blutabnahme. Jedes Spritzen empfinde ich schmerzvoll, meine Schmerzgrenze ist weit überschritten. Auch dieses Mal bleibt ein blauer Fleck. Jetzt muss auf die Auswertung gewartet werden. Ich setze mich in den Wartebereich und treffe auf Frau A., die ich von der letzten Chemotherapie kenne. Wir unterhalten uns, bis Schwester A. zum Auswertungsgespräch kommt. Die neuen Werte sind noch schlechter (Hb 6,6 / Leuko 1,3 / Thronbo 164 / Neutro 16,5 %). Damit die Blutbildung angeregt wird, gibt es eine Spritze in den Bauch. Weiterhin erklärt mir Schwester A., dass ich achtsam mit mir umgehen soll: keine großen Menschenansammlungen, keine umfangreichen Aktivitäten, Fieber messen. Für morgen wird eine weitere Blutuntersuchung gleich auf der Station angeordnet. Schon ein wenig geschafft sitze ich im Auto und fahre zu Frau Geßner. Meine Gynäkologin wird mir die Verlängerung des Krankenscheines ausstellen und mit ihr kann ich über die Entfernung der Eierstöcke sowie deren Auswirkungen reden. Da ich keinen Termin habe, muss ich eine Weile warten, unterhalte mich derweilen nett mit der Sprechstundenhilfe. Frau G. empfängt mich freundlich und schnell ist der Papierkram erledigt, auch Tamoxifen verschrieben. Der Sachverhalt der Entfernung der Eierstöcke beschäftigt uns länger. Meine Überlegungen, dass drei Sachen ausgeschaltet werden: Östrogenproduktion unterbunden, Verhütung geklärt, Krebsbildung ausgeschlossen, findet Zustimmung. Doch Östrogen hat für den Körper auch positive Eigenschaften, die nach drei Jahren wieder wichtig wären. Ich werde nach einer Operation gleich in die Wechseljahre katapultiert - kann nicht wieder zurück. Meinem Körper entziehe ich 8 bis 10 Jahre. Also nicht 42 Jahre sein, sondern 52 Jahre. Das ist doch eine absurde Vorstellung! Bilder von alten Frauen schießen mir durch den Kopf. Alt jedoch gesund?!?! Ich will jetzt nur nach Hause.
Gemeinsames Mittagessen mit Andreas (16.00 Uhr) und dann muss ich schlafen. Eingekuschelt im Bett kann ich besser Gedanken ordnen.
Um 19.00 Uhr fahre ich zur Selbsthilfegruppe. A., die Bibliothekarin, hat wie immer alles gefällig vorbereitet. Hier offenbart sich viel Engagement und Liebe für die Sache. Wieder finde ich neue Gesichter - wieder neue "Fälle". Nach kurzen Gesprächen gehen wir in den Sportraum zum Qui Gong. Diese Bewegungsart ist für mich ganz neu, wird aber nicht meine zukünftige sportliche Betätigung sein. Vielleicht ist es eine Anregung für die anderen aus der Gruppe, mit sanften Bewegungen ihrem Körper Energie zuzuführen. Zwei weitere Bücher leihe ich mir noch aus. Gegen 22.30 Uhr bin ich wieder Zuhause, eine Kleinigkeit essen und dann schlafe ich schnell ein.
Mittwoch, 05.04., vielleicht sollte ich mich ein wenig kürzer fassen, diese Tagebucheintragung wird sehr umfassend.
Andreas spricht seit Montagabend nicht sehr intensiv mit mir, ich weiß nicht warum. Bin mir auch keiner Schuld bewusst, er wird seine Gründe haben. Trotzdem stehe ich mit auf, frühstücke mit und lege mich anschließend wieder ins Bett. Mir geht es nicht besonders gut, nur einige Seiten möchte ich in den neuem Büchern (Anja Forbriger: Leben ist, wenn man trotzdem lacht; Dr. B. Arnot: Das Anti-Brustkrebs-Buch) anlesen. Meine Kopfschmerzen haben noch nicht nachgelassen und nach einigen Minuten schlafe ich wieder ein. Jetzt nur nicht durchhängen, munter werden. Duschen, nein ich möchte einfach nur im warmen Wasser liegen - also baden. Ich entspanne und die Schmerzen im Kopf werden erträglicher. Was ziehe ich bei dem Wetter an, welches Kopftuch passt dazu? Ich möchte schick aussehen, unbesorgt und zufrieden sein. Wenn ich an das Krankenhaus denke, wird mir allerdings schlecht und in einer Stunde werde ich schon wieder den Geruch ertragen müssen. Andreas meint, ich übertreibe, doch mein Wohlbefinden leidet in dieser Zeit. Heute gehe ich nichts ins Labor, sondern gleich zur Station. Wieder muss ein Überweisungsschein ausgefüllt werden und dann nimmt zum Glück Schwester A. das Blut ab. Freundlich erkundigt sie sich nach meinem Befinden und ich kann die Kopfschmerzen thematisieren. Dagegen kann ich Tabletten nehmen, auch für ein besseres Blutbild sollte ich Eisenpräparate schlucken. Werde ich alles versuchen - Hauptsache es hilft. Nach einer 3/4 Stunde sind die Werte da (Hb 6,2 / Leuko 2,11 / Thrombo 190 / Neutro 15,7%). Wir sind schon zufriedener, doch ein Ärztin sollte mich noch einmal untersuchen. Leider sind alle sehr beschäftigt (OP), so muss ich am Freitag zur nächsten Kontrolle. Gegen 15.00 Uhr liege ich schon wieder im Bett und schlafe 1 1/2 Stunden. Am späten Nachmittag gehe ich zur Apotheke und löse die Rezepte ein. Nach dem Abendbrot schaue ich mir die Krebsfilme im Fernseher an und muss danach wieder schlafen.
Am Donnerstag bleibe ich gleich liegen und stehe morgens nicht mit Andreas auf. Ich lese und freue mich, dass die Sonne durch die Fenster scheint. Ein wenig geht es mir besser, die Kopfschmerzen sind fort, also kann ich es mit Morgengymnastik versuchen. Auch der Haushalt verlangt nach Aktivitäten. Danach kann ich mich an den Computer setzen, lesen, Mails schreiben und Fotos ansehen. Mittagessen vorbereiten, auf Andreas warten, miteinander reden - ich soll doch die Beiträge der ARD-Krebswoche nicht so verbissen wahrnehmen - schlafen, spazieren gehen, Abendbrot essen, telefonieren, Krebsfilm ansehen (sie sterben alle), schlafen. Ich bin traurig!
02/Apr/22:41/2006/
Ein Sonntag für Kurzentschlossene!
Wir holen einen Computer aus Bonn, müssen uns also auf vier bis fünf Stunden Autofahrt für eine Strecke einstellen. Bei diesem Aprilwetter eine zumutbare Sonntagsbeschäftigung. Trotzdem gibt es meinerseits Bedenken. Ich bin nur Beifahrer, jedoch seit vier Monaten nicht mehr so lange unterwegs gewesen. Außerdem wurde mir auch ohne Chemotherapie bei längeren Fahrstrecken übel. Deswegen habe ich zusätzlich zur normalen Verpflegung eine undurchlässige Tüte in meiner Tasche. Vorbeugen ist wichtig und gibt ein sicheres Gefühl.
Andreas ist ein zuverlässiger Fahrer, wird nur sehr missmutig, wenn etwas nicht funktioniert. Diesmal ist es das GPS-Gerät. So fahren wir unsere ersten 100 Kilometer, bis Bonn kommt man noch ohne elektronische Auskunft, erst in der Stadt wird es knifflig, eher stumm (ich würde in dieser Situation sowieso nur das Falsche sagen) und schlecht gelaunt. Nach einem Tankstopp wird nochmals die Funktionsweise des GPS-Gerätes überprüft und wir staunen nicht schlecht, als sich alles zum Besten wendet - die Laune, das Wetter, die gesamte Fahrt. Jetzt finden wir in Bonn auch gleich die Straße, leider erreichen wir nicht unser Ziel, denn ausgerechnet an diesem Sonntag findet in dieser Straße der Bonn-Marathon statt. Nach 4 1/2 Stunden Autofahrt, die ich sehr gut überstanden habe, ist es nervig, in einer fremden Stadt nach alternativen Wegen zu suchen. Die Verkehrspolizei ist freundlich und mit deren Unterstützung erreichen wir doch recht schnell unser Endziel.
Ein genialer iMac steht während der Rückfahrt auf der Sitzbank hinter mir. Unsere aufgelockerte Unterhaltung und mehrere Schlafminuten lassen die Fahrt nach Hause recht kurzweilig erscheinen. Am Abend schließt Andreas den Computer noch an, überspielt alle Informationen und ich kann die erste SMS an Felix schreiben. Donnerwetter, ich habe nichts, wirklich gar nichts an diesem Tag geschaffen und bin am Abend völlig erledigt. Das Nichtstun war unheimlich anstrengend.
Wir holen einen Computer aus Bonn, müssen uns also auf vier bis fünf Stunden Autofahrt für eine Strecke einstellen. Bei diesem Aprilwetter eine zumutbare Sonntagsbeschäftigung. Trotzdem gibt es meinerseits Bedenken. Ich bin nur Beifahrer, jedoch seit vier Monaten nicht mehr so lange unterwegs gewesen. Außerdem wurde mir auch ohne Chemotherapie bei längeren Fahrstrecken übel. Deswegen habe ich zusätzlich zur normalen Verpflegung eine undurchlässige Tüte in meiner Tasche. Vorbeugen ist wichtig und gibt ein sicheres Gefühl.
Andreas ist ein zuverlässiger Fahrer, wird nur sehr missmutig, wenn etwas nicht funktioniert. Diesmal ist es das GPS-Gerät. So fahren wir unsere ersten 100 Kilometer, bis Bonn kommt man noch ohne elektronische Auskunft, erst in der Stadt wird es knifflig, eher stumm (ich würde in dieser Situation sowieso nur das Falsche sagen) und schlecht gelaunt. Nach einem Tankstopp wird nochmals die Funktionsweise des GPS-Gerätes überprüft und wir staunen nicht schlecht, als sich alles zum Besten wendet - die Laune, das Wetter, die gesamte Fahrt. Jetzt finden wir in Bonn auch gleich die Straße, leider erreichen wir nicht unser Ziel, denn ausgerechnet an diesem Sonntag findet in dieser Straße der Bonn-Marathon statt. Nach 4 1/2 Stunden Autofahrt, die ich sehr gut überstanden habe, ist es nervig, in einer fremden Stadt nach alternativen Wegen zu suchen. Die Verkehrspolizei ist freundlich und mit deren Unterstützung erreichen wir doch recht schnell unser Endziel.
Ein genialer iMac steht während der Rückfahrt auf der Sitzbank hinter mir. Unsere aufgelockerte Unterhaltung und mehrere Schlafminuten lassen die Fahrt nach Hause recht kurzweilig erscheinen. Am Abend schließt Andreas den Computer noch an, überspielt alle Informationen und ich kann die erste SMS an Felix schreiben. Donnerwetter, ich habe nichts, wirklich gar nichts an diesem Tag geschaffen und bin am Abend völlig erledigt. Das Nichtstun war unheimlich anstrengend.
01/Apr/18:51/2006/
Ein Yogaworkshop am 1. April - es war kein
Aprilscherz. In fünf Stunden habe ich versucht, das
ICH meines Körpers zu ergründen.
Was ist Yoga ?

Yoga ist ein praktisches System zur Entwicklung der gesamten Persönlichkeit. Dies beinhaltet die Erlangung von Gesundheit, Lebensfreude, Erfolg im Beruf, Erfüllung in Partnerschaft und Familie, Leben in Harmonie mit den kosmischen Gesetzen, Bewusstwerden höherer Ebenen des Seins und Entwicklung des Kontaktes mit dem Göttlichen.
D. hat mir die Teilnahme an diesem Workshop ermöglicht und ich bin ihr dankbar dafür. Vielleicht werde ich diesen Weg noch intensiver verfolgen, leider verging die Zeit viel zu schnell. Es war eine wahre Bereicherung für Körper, Seele und Geist.
Was ist Yoga ?

Yoga ist ein praktisches System zur Entwicklung der gesamten Persönlichkeit. Dies beinhaltet die Erlangung von Gesundheit, Lebensfreude, Erfolg im Beruf, Erfüllung in Partnerschaft und Familie, Leben in Harmonie mit den kosmischen Gesetzen, Bewusstwerden höherer Ebenen des Seins und Entwicklung des Kontaktes mit dem Göttlichen.
D. hat mir die Teilnahme an diesem Workshop ermöglicht und ich bin ihr dankbar dafür. Vielleicht werde ich diesen Weg noch intensiver verfolgen, leider verging die Zeit viel zu schnell. Es war eine wahre Bereicherung für Körper, Seele und Geist.