Jan 2010
05/Jan/19:27/2010/
Beerdigung von Roswitha
| Möge
die Straße uns zusammen führen
Möge die Straße uns zusammenführen und der Wind in Deinem Rücken sein; sanft falle Regen auf Deine Felder und warm auf Dein Gesicht der Sonnenschein. Refrain: Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott Dich fest in seiner Hand; und bis wir uns wiedersehen, halte Gott Dich fest in seiner Hand. Führe Die Straße, die Du gehst immer nur zu Deinem Ziel bergab; hab wenn es kühl wird , warme Gedanken und den vollen Mond in dunkler Nacht. Refrain: Und bis wir... Hab unterm Kopf ein weiches Kissen, habe Kleidung und das täglich Brot; sei über vierzig Jahre im Himmel, bevor der Teufel merkt Du bist schon tot. Refrain: Und bis wir... Bis wir uns mal wiedersehen, hoffe ich , daß Gott Dich nicht verläßt; er halte Dich in seinen Händen, doch drücke seine Faust Dich nicht zu fest. Refrain: Und bis wir... |
02/Jan/13:30/2010/
Trauerrede für
meine Mutter
Hi Mutsch,
wir sind heute alle hier, alle, die du ein Leben lang begleitet hast, alle, die dich lange begleitet haben. Wir sind hier, weil du jetzt vorausgehst und die Möglichkeit hast, uns zu erwarten, wenn wir dir irgendwann auf diesem Weg folgen werden.
Sterben gehört zum Leben dazu, es ist nur so schwer, es zu verstehen, es ist so schwer, loszulassen, zu spüren, dass du nicht mehr bei uns sein wirst. Das Sichtbare ist vergangen, doch überall sind Spuren deines Lebens, Gedanken, Augenblicke und Gefühle. Sie werden uns immer an dich erinnern. Begrenzt ist das Leben, doch unendlich die Erinnerung.
J. Mariss hat gesagt:
„Andere Menschen können für uns manchmal wie eine Sonne sein, eine Sonne, der wir uns dankbar zuwenden, weil sie uns wärmt und stärkt mit ihren Strahlen aus Herzlichkeit und Wohlwollen, Vertrauen und Verständnis.“
Nicht „andere Menschen können für uns manchmal...“ – nein, du Mutsch, bist/warst immer diese Sonne, die du selbst so sehr geliebt hast.
Die Sonne, die den Sommer verkörpert. Die Jahreszeit, in welcher du dich besonders wohlfühltest, denn es war schon früh hell. Wenn am Morgen die Sonne aus ihrem Wolkenbett stieg, hast du mit deinem Tagwerk begonnen. Noch gut sind mir deine Worte in Erinnerung: Ich schaffe in den Morgenstunden am meisten. Bevor du mit dem Rad zum Kindergarten gefahren bist, wurde gebügelt, eingekocht - die Hausarbeit erledigt. Später, als du nicht mehr zur Arbeit musstest, blieb das frühe Aufstehen, um das Tageslicht zu nutzen.
Licht in der Wohnung, ganz oft hast du die Lampen angeschaltet, um die Helligkeit wahrzunehmen, um zu lesen, schreiben, vorzubereiten. Aber auch dann, wenn Jemand an der Wohnungstür klingelte. Licht, um empfangen zu werden. Du hast das Licht im Herzen.
Beschütze das Licht in deinem Herzen, dieses einzigartige, sonnenwarme Leuchten, das sich so oft als freudestrahlendes Lächeln in deinem Gesicht spiegelt. (J. Mariss)
Dir ist dies trotz aller Widrigkeiten gelungen.
Wie schwer muss es im letzten Jahr während der Therapie gewesen sein, dich für mehrere Wochen im Dunkeln aufzuhalten.
Mit der Sonne verbindet dich nicht nur das Licht, welches du geliebt und gleichzeitig verschenkt hast, auch die Wärme.
Mutsch, du hast so viel Wärme ausgestrahlt, obwohl es für dich nie warm genug sein konnte und du fast immer gefroren hast. Außer im Sommer oder wenn Vati geheizt hat. Wir Kinder und Enkelkinder sind mit deiner Lebenswärme aufgewachsen. Eine Wärme, die Wohlfühlen und Vertrauen signalisiert.
Wofür steht die Sonne noch? Kraft und Energie. Wir haben deine Stärke kennen und lieben gelernt, denn du hast dich für deine Mitmenschen eingesetzt, damit es ihnen gut geht. Du hast das Leben geliebt, es bewusst gelebt und uns ermuntert, einen starken Lebenswillen zu entwickeln.
Du hattest die Fähigkeit, die Sonne hinter den Wolken zu sehen und nicht über die Wolken vor der Sonne zu jammern.
Dieser Lebenseinstellung ist es zu verdanken, dass du mit uns gemeinsam das Weihnachtsfest verbringen konntest, obwohl Ärzte nach der Krebsdiagnose im April 2008 dir nur noch einige Monate Leben voraussagten.
Wir als Familie haben eine Zeit mit dir erleben dürfen, die uns wachsen und gedeihen ließ. Du hast uns wie die Sonne mit Licht, Wärme und Energie umsorgt und genährt.
Deinen Wunsch, Ruhe zu finden, drückte H. Hesse so aus:
„Einschlafen dürfen, wenn man müde ist, und eine Last fallen lassen dürfen, die man sehr lange getragen hat, das ist eine köstliche, eine wunderbare Sache."
Eine tiefe, tiefe Dankbarkeit empfinden wir, dass du uns als Mensch begleitet hast und du unsere Mutsch bist, du als Ehefrau, Oma, Freundin, Geliebte sowie innige Vertraute immer für die Familie da warst, für immer in unseren Herzen sein wirst und somit gegenwärtig auch zukünftig uns begleitest.
Das Schönste, was ein Mensch hinterlassen kann, ist ein Lächeln im Gesicht derjenigen, die an ihn denken.
Ich glaube, genau dies hättest du auch an diesem Tag von uns gewollt.
Wir Menschen sind wie Kerzen und kämpfen gegen das Dunkel an. Manchmal brennt unser Licht ganz ruhig, dann flackert es plötzlich wieder auf. Manche Flamme erlischt auf einmal, andere brennen ganz langsam aus. Viele sind schon längst erloschen, aber ihr Licht leuchtet weiter in unseren Herzen.
Dieses Licht – eine Kerze – zünde ich an, es wird deine / unsere Sonne sein.
Hi Mutsch,
wir sind heute alle hier, alle, die du ein Leben lang begleitet hast, alle, die dich lange begleitet haben. Wir sind hier, weil du jetzt vorausgehst und die Möglichkeit hast, uns zu erwarten, wenn wir dir irgendwann auf diesem Weg folgen werden.
Sterben gehört zum Leben dazu, es ist nur so schwer, es zu verstehen, es ist so schwer, loszulassen, zu spüren, dass du nicht mehr bei uns sein wirst. Das Sichtbare ist vergangen, doch überall sind Spuren deines Lebens, Gedanken, Augenblicke und Gefühle. Sie werden uns immer an dich erinnern. Begrenzt ist das Leben, doch unendlich die Erinnerung.
J. Mariss hat gesagt:
„Andere Menschen können für uns manchmal wie eine Sonne sein, eine Sonne, der wir uns dankbar zuwenden, weil sie uns wärmt und stärkt mit ihren Strahlen aus Herzlichkeit und Wohlwollen, Vertrauen und Verständnis.“
Nicht „andere Menschen können für uns manchmal...“ – nein, du Mutsch, bist/warst immer diese Sonne, die du selbst so sehr geliebt hast.
Die Sonne, die den Sommer verkörpert. Die Jahreszeit, in welcher du dich besonders wohlfühltest, denn es war schon früh hell. Wenn am Morgen die Sonne aus ihrem Wolkenbett stieg, hast du mit deinem Tagwerk begonnen. Noch gut sind mir deine Worte in Erinnerung: Ich schaffe in den Morgenstunden am meisten. Bevor du mit dem Rad zum Kindergarten gefahren bist, wurde gebügelt, eingekocht - die Hausarbeit erledigt. Später, als du nicht mehr zur Arbeit musstest, blieb das frühe Aufstehen, um das Tageslicht zu nutzen.
Licht in der Wohnung, ganz oft hast du die Lampen angeschaltet, um die Helligkeit wahrzunehmen, um zu lesen, schreiben, vorzubereiten. Aber auch dann, wenn Jemand an der Wohnungstür klingelte. Licht, um empfangen zu werden. Du hast das Licht im Herzen.
Beschütze das Licht in deinem Herzen, dieses einzigartige, sonnenwarme Leuchten, das sich so oft als freudestrahlendes Lächeln in deinem Gesicht spiegelt. (J. Mariss)
Dir ist dies trotz aller Widrigkeiten gelungen.
Wie schwer muss es im letzten Jahr während der Therapie gewesen sein, dich für mehrere Wochen im Dunkeln aufzuhalten.
Mit der Sonne verbindet dich nicht nur das Licht, welches du geliebt und gleichzeitig verschenkt hast, auch die Wärme.
Mutsch, du hast so viel Wärme ausgestrahlt, obwohl es für dich nie warm genug sein konnte und du fast immer gefroren hast. Außer im Sommer oder wenn Vati geheizt hat. Wir Kinder und Enkelkinder sind mit deiner Lebenswärme aufgewachsen. Eine Wärme, die Wohlfühlen und Vertrauen signalisiert.
Wofür steht die Sonne noch? Kraft und Energie. Wir haben deine Stärke kennen und lieben gelernt, denn du hast dich für deine Mitmenschen eingesetzt, damit es ihnen gut geht. Du hast das Leben geliebt, es bewusst gelebt und uns ermuntert, einen starken Lebenswillen zu entwickeln.
Du hattest die Fähigkeit, die Sonne hinter den Wolken zu sehen und nicht über die Wolken vor der Sonne zu jammern.
Dieser Lebenseinstellung ist es zu verdanken, dass du mit uns gemeinsam das Weihnachtsfest verbringen konntest, obwohl Ärzte nach der Krebsdiagnose im April 2008 dir nur noch einige Monate Leben voraussagten.
Wir als Familie haben eine Zeit mit dir erleben dürfen, die uns wachsen und gedeihen ließ. Du hast uns wie die Sonne mit Licht, Wärme und Energie umsorgt und genährt.
Deinen Wunsch, Ruhe zu finden, drückte H. Hesse so aus:
„Einschlafen dürfen, wenn man müde ist, und eine Last fallen lassen dürfen, die man sehr lange getragen hat, das ist eine köstliche, eine wunderbare Sache."
Eine tiefe, tiefe Dankbarkeit empfinden wir, dass du uns als Mensch begleitet hast und du unsere Mutsch bist, du als Ehefrau, Oma, Freundin, Geliebte sowie innige Vertraute immer für die Familie da warst, für immer in unseren Herzen sein wirst und somit gegenwärtig auch zukünftig uns begleitest.
Das Schönste, was ein Mensch hinterlassen kann, ist ein Lächeln im Gesicht derjenigen, die an ihn denken.
Ich glaube, genau dies hättest du auch an diesem Tag von uns gewollt.
Wir Menschen sind wie Kerzen und kämpfen gegen das Dunkel an. Manchmal brennt unser Licht ganz ruhig, dann flackert es plötzlich wieder auf. Manche Flamme erlischt auf einmal, andere brennen ganz langsam aus. Viele sind schon längst erloschen, aber ihr Licht leuchtet weiter in unseren Herzen.
Dieses Licht – eine Kerze – zünde ich an, es wird deine / unsere Sonne sein.