Jetzt beginnt alles wieder von vorn.
Ich fahre nach Aachen ins Marienhospital. Dr. Danaei wird mir helfen, davon bin ich überzeugt. Alle sind sehr freundlich, doch ich bin traurig und fühle mich allein. Auf der einen Seite weiß ich, was auf mich zukommt, die Krebsbehandlungen, die jetzt beginnen, kenne ich noch von vor drei Jahren. Auf der anderen Seite ist immer alles neu. So haben sich natürlich in drei Jahren meine Lebensumstände geändert. Meine Familie und Freunde sind über 500 km von mir entfernt, A. hat eine neue Beziehung, Felix beginnt gerade sein Leben zu gestalten und neue Bekannte werden gerade Vertraute.
Nachdem ich mich im Zimmer eingerichtet habe, werde ich ruhiger. Es wird alles gut.
Am Nachmittag werde ich "angemalt".
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Zum ersten Mal fahre ich mit einer Freundin in den Urlaub. E. weiß auch über meine erneute Erkrankung Bescheid. Seit ich vor knapp einem viertel Jahr vorübergehend bei ihr eingezogen bin, hat sich in den vielen Gesprächen, die wir führen konnten, ein tiefes Vertrauen gebildet. Sie hat schon so viele Tränen getrocknet, die allerdings nichts mit dem Krebs zu tun haben. Doch noch sind meine Informationen mager. Es wurden Krebszellen entdeckt. Ich werde abwarten, was in der nächsten Woche Dr. Danaei nach den Untersuchungen mir sagen wird. In dieser Woche an der See möchte ich nicht darüber nachdenken. Der Krebs tut nicht weh, mein Herz ist zerbrochen. Dieser Schmerz ist momentan dominant. Wind und Wellen haben mir bis jetzt immer gut getan.
Wir haben eine erlebnisreiche Zeit. Seit Jahren habe ich keinen Drachen mehr steigen lassen und noch nie am Strand. Der Wind trägt ihn, immer höher steigt er, die Schur reicht nicht. Es ist herrlich - eine fast unbekümmerte Woche Leben.

(Rosenstolz)

Gehör ich hier denn noch dazuoder bin ich längst schon draußen?
Zeit nimmt sich den nächsten Flug.
Hab versucht ihr nachzulaufen.
Bin doch gestern erst geborn
und seit kurzem kann ich geh'n.
Hab mein Gleichgewicht verlorn,
doch kann trotzdem grade stehn.
In meinem Kopf ist so viel Wut.
Gestern Nacht konnt ich nicht schlafen.
Dass du da warst, tat mir gut.
Bitte stell jetzt keine Fragen.
Denn ich würde nur bereu'n,
hätt ich mich an dir verbogen.
War bestimmt nicht immer treu,
doch ich hab dich nie belogen.
Refrain:
Ich bin Ich, Ich bin Ich
Das allein ist meine Schuld!
Das bin ich!
Das bin ich!
Das bin ich!
Das allein ist meine Schuld!
Ich bin jetzt!
Ich bin hier!
Ich bin Ich!
Das allein ist meine Schuld!
Ich bin jetzt!
Ich bin hier!
Ich bin Ich!
Das allein ist meine Schuld!
Zwischenpart:
Ich muss dich jetzt nicht finden.
Darf mich nur nicht verliern.
Bin doch gestern erst geborn
und seit kurzem kann ich gehn.
Hab mein Gleichgewicht verlorn,
doch kann trotzdem grade stehn.
Ich bin jetzt!Ich bin hier!Ich bin Ich!
Das allein ist meine Schuld!
Ich bin jetzt!
Ich bin hier!
Ich bin Ich!
Das allein ist meine Schuld!
Ich bin jetzt!
Ich bin hier!
Ich bin Ich!
Das allein ist meine Schuld!
Ich bin jetzt!
Ich bin hier!
Ich bin Ich!
Das allein ist meine Schuld!
Wir sind jetzt!
Wir sind hier!
Wir sind Wir!
Das allein ist unsre Schuld!
Wir sind jetzt!
Wir sind hier!
Wir sind Wir!
Das allein ist unsre Schuld!
Gehör ich hier denn noch dazu?


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